Cacci und seine Nerazzurri
Seit unser Christian denken kann, schlägt sein Herz für Inter Mailand. «Nerazzurri» wird das Team genannt, wobei das Blau für den Himmel und Schwarz für die Nacht steht, wie er stolz erklärt. Cacci’s Leidenschaft für Inter ist vererbt, denn sein Vater ist schon Interista, wie auch sein älterer Bruder Marco.
Seine ersten Fussballerinnerungen führen zurück zur WM 1994. Cacci war total fasziniert von Roberto Baggio. Als dieser vier Jahre später bei Inter Mailand auflief, zusammen mit Ronaldo Nazário und Christian Vieri, war sein Fussballglück perfekt. Vor allem Namensvetter Vieri hatte es ihm angetan. Klar, dass sein erstes Inter-Trikot genau diesen Namen trug. «Mein Vater hat es mir in den Ferien in Italien gekauft», erzählt Cacci. Inzwischen hat sich da einiges angesammelt. Rund 50 Trikots nennen sich Teil seiner Sammlung und fast jede Saison kommt ein neues dazu.
Wo Cacci die Spiele seines Lieblingsvereins verfolgt? Nun, früher reichten ihm die Zusammenfassungen bei 90° minuto auf RAI Uno, später zog es ihn in den Inter-Club in Zug. Heute schaut er die Spiele konzentriert zuhause und manchmal dort, wo es richtig knistert: im San Siro. 17 Inter-Spiele hat er dort bereits live erlebt und zweimal besuchte er sein Team sogar an Auswärtsspielen.
In bester Erinnerung geblieben ist ihm natürlich der Champions-League-Triumph 2010 gegen den FC Bayern München, was in der Jugi in Zug bis tief in die Nacht gefeiert wurde. Das 3:1 im Halbfinal-Hinspiel zuvor gegen den FC Barcelona verfolgte er live im Stadion. «23 Euro hat mein Ticket damals gekostet», erinnert sich Cacci. Wahrlich ein Schnäppchen für einen unvergesslichen Fussballabend.
Wer ihn im Büro besucht, merkt schnell, Inter findet bei Cacci nicht nur am Wochenende statt. Bilder, Figuren, Mausmatte, Trinkflasche, alles in Blau und Schwarz. Und ja, Parallelen zum Job gibt es auch. «Ob im Büro oder beim Spiel, ich kann mich wahnsinnig fest aufregen, wenn etwas nicht läuft», sagt Cacci. Ja, Leidenschaft kennt bei Cacci eben keinen Feierabend.